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Können Mundbakterien an der Migräne schuld sein?

Kopfschmerzen und Migräne plagen weltweit Millionen von Menschen. Neueste Untersuchungen zeigen, dass Migränepatienten mehr Bakterien in ihrer Mundflora aufweisen, die in der Lage sind Nitrate zu verstoffwechseln als Nicht-Betroffene.

Für die Studie sequenzierten die Forscher die Bakterienstämme von 172 Oral- sowie 1.996 Stuhlproben. Sie fanden dabei heraus, dass Bakteriengruppen bei Migränepatienten und Nicht-Betroffenen in unterschiedlicher Häufigkeit  gefunden wurden. Eine weitere Analyse der oralen Proben zeigte, dass Gene, die für Nitrat-, Nitrit- und Stickoxid-verwandte Enzyme kodieren, an Migräne erkrankten Menschen signifikant häufiger vorkommen.

Nitrathaltige Verbindungen wurden gemeinhin als Kopfschmerz-Trigger identifiziert. Sie können in Lebensmitteln, wie verarbeitetem Fleisch und grünem Blattgemüse sowie in bestimmten Medikamenten gefunden werden. Die Oralbakterien sind nun in der Lage, Nitrate zu Nitriten reduzieren, und wenn sie im Blut zirkulieren, können diese Nitrite dann unter bestimmten Bedingungen in migräneinduzierendes Stickoxyd umgewandelt werden.
Obwohl die Ergebnisse zeigen, dass es einen möglichen Zusammenhang zwischen Nitrat-reduzierenden Bakterien in der Mundhöhle und Migräne zu geben scheint, sind weitere Untersuchungen erforderlich, um zu überprüfen, ob diese Bakterien wirklich als Ursache einer Migräne-Erkrankung anzusehen ist, so die Forscher.
Nach Angaben der "Migraine Research Foundation", leiden etwa eine Milliarde Menschen weltweit (allein 38 Millionen in den USA) unter dieser Erkrankung. Es ist damit die dritthäufigste Krankheit der Welt. Allerdings wird mehr als die Hälfte aller Migräne-Patienten nie diagnostiziert, da die überwiegende Mehrheit keinen Arzt aufsuchen.

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